|
Als Karosserietuning bezeichnet man Veränderungen an der Fahrzeugkarosserie. Diese reichen vom Anbringen eines Spoilers bis hin zur kompletten Veränderung der Karosserie, die meist durch Anbauteile oder den Austausch von Serienteilen erfolgt. Komplettumbauten nach Bausätzen werden als Kitcar bezeichnet.
Hierbei unterscheidet man zwischen Maßnahmen, die alleine dem Zweck einer Veränderung des optischen Erscheinungsbildes des Fahrzeugs dienen und solchen, die aufgrund ihrer aerodynamischen Eigenschaften das Fahrverhalten des Fahrzeuges bei höheren Geschwindigkeiten verbessern.
Weitgehende Umbauten betreffen das Ersetzen ganzer Karosseriebereiche durch Umbauten, zum Beispiel dem Einbau von Flügeltüren oder Scherentüren. Solche Umbauten werden auch Extremtuning genannt.
Chopping
Das Chopping (auch Top-Chop) ist eine Technik, bei der die A-, B-, C-Säulen eines Autos in der Länge eingekürzt werden. Damit soll die optische Gürtellinie des Fahrzeugs angehoben werden. Zudem verkleinert sich die Fensterfläche und das Dach erscheint niedriger.
Channeling
Das Channeling auch Tieferlegen, von engl. channel (Kanal), bewirkt eine Absenkung der gesamten Karosserie über den Rahmen des Fahrzeugs. Dies erfolgt durch das Einschweißen einer Vertiefung (Kanal)in die Unterseite der Karosserie.
Sectioning
Beim Sectioning wird aus der Karosserie des Fahrzeuges ein horizontaler Streifen entfernt.
Cleaning
Das Cleaning, von engl. clean (sauber), bezeichnet die Demontage von Zierleisten, Türgriffen, Schriftzügen und Abdeckungen sowie das anschließende schließen der entstandenen Löcher mit Blech. Die Karosserie wird also von optisch störenden (Funktions-)Elementen gesäubert.
Lowering
Das Lowering umfasst die optische und technische Absenkung der Karosserie (siehe Lowrider). Dazu wird ein Fahrzeug mit einem Channeling oder einem „Air Ride“ versehen.
Body-Kits und Spoiler
Body-Kits sind meist aus GFK (Kunststoff) gefertigte Teile, die vorn, hinten, oben und an den Seiten angebracht werden. Die Seiten-Teile unter den Türen bezeichnet man als Schweller. Teile, die die vordere Stoss-Stange ersetzen oder verlängern ist die Frontschürze bzw. Frontspoiler. Die Frontlippe befindet sich zwischen Boden und Stoss-Stange und steht oft leicht nach vorne. Für die hintere Stoss-Stange gibt es die Heckschürze. Heckspoiler befinden sich auf der Heck-Klappe des Wagens. Dachkantenspoiler befinden sich am Ende des Fahrzeuges in Dachhöhe oder auf dem Dach. Zweck des Spoilers ist durch Fahrtwind einen Druck zu erzeugen, der den Wagen auf die Strasse presst und somit ein schnelleres und besser zu konrollierendes Fahren ermöglicht.
Einige Bodykits und Seitenverbreiterungen dienen nur der Optik und erfüllen nur diese Funktion. Stellenweise sind solche Kits auch in Sachen performance eher hinderlich (höheren CW-Wert).
Lambo-doors
Dies sind Türen, die in einer bestimmten Art und Weise aufgehen. Die Türen gehen nur leicht seitlich auf und klappen dann über ein Mechanismus nach vorne bzw. nach vorne-oben. Dies wurde vom Lamborghini abgeschaut, der diese Türen anfangs verbaut hat.
Suicide-doors
Dies sind Türen, die in einer bestimmten Art und Weise aufgehen. "Normale" Autotüren haben zur Sicherheit das Gelenk der Tür in Fahrtrichtung vorn angebracht, damit die Tür nicht durch den Fahrwind bei geöffneten Tür aufgedrückt wird, sondern zudrückt. Bei den Suicide-doors ist dieses Gelenk in Fahrtrichtung hinten angebracht. Der Fahrtwind könnte eine leicht geöffnete Tür aufdrücken. Da diese Türen zu zahlreichen Toten durch Unfällen geführt hat, kamen sie zu den Namen. Aus der Serienproduktion sind diese Türen nach langer versenke erst wieder mit speziellen Sicherheitsmechanismen aufgetaucht. Bsp.: Mazda RX8, Toyota FJ. Die hinteren Türen gehen nur auf, wenn die vordere geöffnet ist. Die hintere Tür ersetzt auch die B-Säule und schliesst daher in die Karosse mit einem Mechanismus ein.
|